Finanzierung

Die Finanzierung von P+R ist eines der größten Probleme beim zukünftigen bedarfsgerechten Ausbau. Die stark unterschiedlichen Aspekte werden in der Arbeitsgruppe "Finanzierung" des Projektes P+R regional analysiert und bearbeitet.

Neben der Finanzierung von Flächenerwerb, Planung und Bau gilt es künftig auch die Aspekte Betrieb und Unterhalt von P+R Anlagen zu thematisieren. Insbesondere an Endhaltestellen sowie an Tarifgrenzen und Regionalzughalten stellen zahlreiche Kommunen eine Nachfrage nach Parkraum fest, die das Angebot weit übersteigt. Um "wildes" Parken zu vermeiden sehen sich Kommunen oft gezwungen, ihre Anlagen auszubauen, auch wenn sie durch das Mehrangebot vor allem Bürger anderer Kommunen bedienen.

Die Inhalte der Arbeitsgruppe "Finanzierung" im Einzelnen:

Betriebs- und Unterhaltskosten

Institutionalisierung

  • Zweckbündnis (Gesetz über kommunale Zusammenarbeit, KommZG Art. 18)
  • Betriebsgesellschaften

Investitionskosten

  • Finanzierungsmöglichkeiten über Fortführung von Förderprogrammen (z.B. GVFG)
  • Weitere Fördermöglichkeiten sichern (FAG, Stellplatzablösemittel - LHM)
  • Nicht geförderte Kosten (z.B. Planungskosten)

Die gemeindeübergreifende Finanzierung war Schwerpunkt am Referenzbahnhof Petershausen.
Es konnte hier jedoch keine interkommunale Betriebskostenaufteilung vereinbart werden.
An der neu errichteten P+R-Anlage in Grafing Bahnhof wird ab November 2010 ein Parkentgelt
von 0,50 €/24h eingeführt.
Für Herrsching wurde ein Konzept zur Nebennutzung erarbeitet, das eine Zulassung von anderen Parkzwecken zu Tagesrandzeiten und am Wochenende vorsieht. Dieses Konzept wurde mit Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe im November 2010 umgesetzt. Der Bau eines P+R-Parkhauses wurde dagegen in einem Bürgerentscheid am 27.07.2008 abgelehnt.