Themenschwerpunkte

Der Arbeitskreis P+R regional beschäftigt sich mit ausgesuchten Arbeitsfeldern, die für das Gesamtsystem P+R von großer Bedeutung sind. Zu Beginn der Arbeiten wurden folgende Schwerpunkte gesetzt, für die Lösungen entwickelt und in der Praxis umgesetzt werden sollten:

  • Finanzierung
    Ein Großteil der Infrastrukturkosten beim Bau von P+R-Anlagen kann über verschiedene Förderprogramme von Bund, Land oder auch der Stadt München finanziert werden. Für die laufenden Betriebskosten ist aber alleine die jeweilige Kommune zuständig. Eine wesentliche Schwierigkeit beim weiteren Ausbau der P+R-Anlagen liegt daher in der Finanzierung der Unterhaltskosten (Beleuchtung, Reinigung, Instandhaltung, Winterdienst, etc.).
    Hierfür sollen Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.
  • Attraktivierung
    Entscheidend für die Akzeptanz von P+R-Anlagen bei den Kunden ist neben dem Verkehrsangebot auch die bauliche Ausgestaltung und Infrastruktur an den Anlagen (Zuwegung, Beleuchtung, Wetterschutz, etc.). Hier sollen die konkreten Bedürfnisse der Kunden erfasst und exemplarische Maßnahmen umgesetzt werden.
  • Flexible Benutzung
    Die meisten P+R-Anlagen sind systembedingt Abends und am Wochenende nur wenig ausgelastet und bieten freie Kapazitäten. Gleichzeitig ist durch den Fördergeber grundsätzlich die zweckgebundene Nutzung ausschließlich durch ÖPNV-Nutzer vorgeschrieben. Wenn es gelingt, freie Kapazitäten zu auslastungsschwachen Zeiten auch anderen Parkzwecken (kostenpflichtig) zur Verfügung zu stellen, könnte damit die Auslastung erhöht und gleichmäßiger verteilt, der Parkdruck im Umfeld der Anlagen vermindert und vor allem die Wirtschaftlichkeit der Anlagen erhöht werden. Mit den erzielten Einnahmen könnte das Betriebskostendefizit der Kommune gesenkt werden und gleichzeitig die eigentliche P+R-Nutzung weiterhin kostenlos bleiben.
  • P+R-Leitfaden
    Vielen Gemeinden fehlt beim Neu- oder Ausbau ihrer P+R-Anlage der Überblick zu den erforderlichen Verfahrensschritten oder vorhandenen Förderprogrammen, oder sie fühlen sich auf der Suche nach den zuständigen Ansprechpartnern auf sich alleine gestellt, wodurch der Planungsprozess unnötig verlängert und verkompliziert wird.
    Der P+R-Leitfaden soll die erforderlichen Informationen zusammenstellen, die Planungsabläufe optimieren und den interessierten Kommunen ihren Weg zu einer erfolgreichen Umsetzung erleichtern.